Pressemitteilung : "Waldkultur am Kohlweiher"

02.08.2016

Nachklang zum Waldkonzert am 24.06.2016 am Kohlweiher bei Hildrizhausen

An einem lauen Sommerabend im Juli hätte die Szene im Schönbuch nicht romantischer sein können: Die kleine Bühne am idyllischen Ufer des Kohlweihers mit Waldkultur vom Feinsten von Schönbuch Brass, den fünf Blechbläsern unter der Leitung von Daniel Wolkober, und Veit Müller, dem Schönbuch-Krimiautor aus Tübingen.

 

Erster Landesbeamter Martin Wuttke begrüßte die zahlreichen Zuhörer, die der Wettervorhersage an diesem Abend getrotzt hatten und reichlich belohnt wurden.



Geschichtsträchtig sei der Wald rund um den Kohlweiher, die Kohlhauhütte und den Waldparkplatz Kohltor nicht erst seit heute. Wie im ganzen Schönbuch wurde auch nahe Hildrizhausen der Wald bis Ende des 18. Jahrhunderts intensivst genutzt, war ein Tummelplatz von Weidetieren und höfischer Jagd und wird von den Hildrizhausener Bürgern bis heute belebt und wertgeschätzt. Die Blechbläserklänge eines Kriminal-Tango aber, die hat dieser Wald vermutlich so noch nie gehört.

 

Hochprofessionell und mit gelungenem Zusammenspiel entführte "Schönbuch Brass" die Zuhörer in allerlei Musikwelten. Den Rufen von Posaune und Tenorhorn antwortete der Kuckuck trompetend aus dem Wald. Zwischen der Musik ließ es Krimiautor Veit Müller an diesem Abend zum Showdown alter Rivalen bei der "Schönbuch Trophy" kommen.

  

Es war nicht der erste Schönbuch-Krimi aus der Feder des Tübingers, gespickt mit allerlei örtlichen Besonderheiten und Waldgeschichten aus der Welt der dicken Eichen. Auch ohne Mord war die Spannung über dem Kohlweiher zu spüren. Passend zu Musik und Lesung spielten Gewitter über dem Schönbuch mit faszinierenden Wolkenbildern.

   

Erst nach dem Schlusswort von Kreisforstamtsleiter Reinhold Kratzer, stehendem Beifall und den ersten Regentropfen am Waldparkplatz entspannten sich die Besucherherzen langsam wieder. Der Wald hat wahrlich mehr zu bieten als nur Bäume.