Geologischer Lehrpfad auf dem Kirnberg wiedereröffnet

07.06.2017

Am 02. Juni 2017 fand die Wiedereröffnung des Geologischen Lehrpfades im Kirnbachtal statt. In einer öffentlichen Führung von der Universität Tübingen waren die Besucher eingeladen, den Lehrpfad gemeinsam zu erkunden.

Bereits im Jahr 1977 wurde der Geologische Lehrpfad Kirnberg anlässlich der 500 Jahr-Feier der Eberhard-Karls-Universität angelegt. Es war damals ein Gemeinschaftsprojekt vom Fachbereich Erdwissenschaften, der Naturparkverwaltung und den Forstämtern Tübingen und Bebenhausen. Die Initiative ging auf Prof. Dr. K.-D. Balke und Dr. K. Brenner von der Universität Tübingen zurück. Neben einer Information der Waldbesucher wurde der Lehrpfad auch für Exkursionen der Studierenden genutzt.

2013 begannen seitens der Abteilung Forst des Landratsamtes Tübingen nun Überlegungen, was man mit dem stark in die Jahre gekommenen Lehrpfad machen solle. Die Schilderhäuser waren baufällig, die Tafeln waren teils durch umgestürzte Bäume zerstört worden und weder inhaltlich noch gestalterisch zeitgemäß. Die geologischen Aufschlüsse waren zugewachsen. Eigentlich alles Fakten, die dafür sprachen, den Pfad möglichst schnell abzubauen. Überraschend für die Forstseite war die Erkenntnis, dass sich die Runde durch das Kirnbachtal über den Olgahain hoch zum Klostersteinbruch offensichtlich immer noch großer Beliebtheit erfreute. So wurde von der Abteilung Forst der Entschluss gefasst, den Pfad neu zu gestalten.

Mit Dr. Joachim Eberle vom Geographischen Institut der Universität Tübingen und Philipe Havlik von der Senkenberg Gesellschaft für Naturforschung in Frankfurt der Universität Tübingen konnten kompetente Partner gefunden werden, die sich um die inhaltliche Gestaltung kümmerten.

Am 02. Juni 2017 wurde der mit Dinosauriern markierte und ungefähr fünf Kilometer lange Lehrpfad (etwa zwei Stunden Gehzeit) für neugierige Besucher wiedereröffnet.

Entlang von insgesamt 13 Stationen wird die Geologie des Gebietes anschaulich und interessant erläutert. Zudem erfährt man Wissenswertes über die vergangene und aktuelle Bedeutung des Schönbuchs für die Menschen.

Neu ist, dass die Tafeln mit der Schönbuch-App (der Firma Sascha Silbe, Softwareentwicklung) über sogenannte QR-Codes verknüpft werden. Das Smartphone hilft nicht nur beim Navigieren, über die Schönbuch-App können auch vertiefende Inhalte an den einzelnen Stationen abgerufen werden, was besonders für die Studierenden von Interesse sein dürfte.

„Auch für den Tourismus spielt der Pfad eine bedeutende Rolle“ betonte der Tübinger Landrat Joachim Walter bei seiner Eröffnungsrede.

Die Kosten für das Projekt wurden von ForstBW, der Universität Tübingen, den Freunden der Universität Tübingen e.V. und dem Förderverein Naturpark Schönbuch getragen.

Auch der Schönbuch Braumanufaktur gilt unser Dank für ihre Unterstützung.