Moore

© Erich Tomschi
Erlensumpf © Werner Schaal

Moore entstehen unter dem dauernden Einfluss von Wasser - sowohl Grund- als auch Niederschlagswasser. Beim Niedermoor ist der Einfluss des Grundwassers noch vorhanden, Hochmoore entstehen unter kühlfeuchten Bedingungen ebenfalls auf wasserundurchlässigen Böden, teils auch als Weiterentwicklung ehemaliger Flachmoore. Abgestorbenes Pflanzenmaterial zersetzt sich durch die dauernd hohe Feuchtigkeit nicht und reichert sich im Laufe der Zeit an, es entsteht Torf. 

Im Schönbuch waren Moore schon immer nur an wenigen, kleinen Stellen ausgebildet. Heute ist nur noch ein typischer Moorrest am Birkensee vorhanden. Bei den sonstigen, sehr kleinen Mooren handelt es sich im Schönbuch um Quellmoore mit flächenhaftem Wasseraustritt.

Das Niedermoor ist nährstoff- und artenreich und oft aus einem verlandeten See hervorgegangen. Die Vegetation besteht aus Seggen und anderen Grasarten, wenn nicht schon Birken oder Erlen die Fläche besiedelt haben.

Hochmoore entstehen durch das dauernde Wachsen der Torfmächtigkeit, die Pflanzen verlieren allmählich den Anschluss an das Grundwasser. Die Vegetation ändert sich, bis letztlich fast nur noch an die Nährstoffarmut angepasste Torfmoose und wenige sonstige Pflanzen die Oberfläche besiedeln. Das Wachstum dieser Moose bewirkt ein uhrglasförmiges Emporwachsen des Moores.