Seen und Weiher

© Erich Tomschi
Markteich © Erich Tomschi
Am Ochsenweiher © Werner Schaal
Blasshühner an vereisten See © Werner Schaal

Im Naturpark Schönbuch gibt es außer einer großen Zahl von kleinen Feuchtbiotopen keine natürlichen Stillgewässer. Dagegen ist er reich an wertvollen Fließgewässern, die sich tief in die weichen Schichten der Keuperlandschaft eingeschnitten haben.

Schon früh wurde daher begonnen, kleine Teiche und Weiher anzulegen, teils als Auflockerung der Waldlandschaft, zum Zwecke der Erholung, oder als Rückhaltebecken für den Hochwasserschutz. All diese stehenden Gewässer haben sich jedoch auch zu ökologisch bedeutsamen Flächen entwickelt, die heute für die Tier- und Pflanzenwelt eine wertvolle Bereicherung darstellen.

Unverbaute, dem Verlauf des Geländes folgende Bachläufe mit klarem Wasser, natürliche Seen und Teiche, aber auch künstlich angelegte Weiher beherbergen eine ganze Reihe seltener Tier- und Pflanzenarten, die auf Gewässer und Feuchtbiotope mit ihren speziellen Lebensgrundlagen angewiesen sind. Entlang der Gewässer ziehen sich Feuchtwälder aus Erle, Birke, Esche und Weide als natürliche Vegetation. Der Schönbuch mit seiner naturnah bewirtschafteten Waldlandschaft sichert eine hohe Gewässerqualität und damit das Überleben der seltenen Waldgesellschaften mit ihren Pflanzen und Tieren.

Feuchtbiotope sind sensible und hochkomplexe Gebilde, die auf jeden Wandel reagieren und deshalb unseren Schutz benötigen.  Veränderungen im Wasserhaushalt oder Verschmutzungen der klaren Gewässer ziehen Konsequenzen bis hin zum Absterben der charakteristischen Lebensgemeinschaften nach sich. Selbst das unbedachte Betreten feuchter Flächen kann langfristige Schädigungen hervorrufen. Neben den aktiven Pflegemaßnahmen zu ihrem Schutz ist es deshalb wichtig, dass sich jeder Besucher des Naturparks Schönbuch darüber im Klaren ist, dass er Gast in einer Naturlandschaft ist, deren natürliches Gleichgewicht er nicht stören darf.