Pflanzenwelt

Der Schönbuch stellt als überwiegend zusammenhängendes und unzersiedeltes Waldgebiet ein einzigartiges Refugium für eine reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt dar. Mit seinen dichten geschlossenen Wäldern, seinen Tälern und deren Wiesen sowie mit seinen Fließ- und Stillgewässern und seinen Streuobstwiesen bietet der Schönbuch einen einmaligen und sehr vielfältigen Lebensraum.


Roter Fingerhut © Werner Schaal
Waldanemonen © Werner Schaal
Königskerzen © Werner Schaal

Der Naturpark Schönbuch ist reich an Blütenpflanzen, Orchideen und Moosen.
Allein das räumlich eng begrenzte Goldersbachtal, durch das sich ein noch unverbauter Bach schlängelt, beheimatet rund 400 Pflanzen und ca. 90 Moosarten, von denen viele bereits auf der "Roten Liste" der bedrohten Arten stehen.

Bei den Blütenpflanzen überwiegen die Frühjahrsblumen, die ihre Blüten vor dem Blattaustrieb entfalten und so genügend Licht einfangen. Im Sommer dagegen findet man Blütenpflanzen meist auf den Wiesen entlang der Bachläufe oder an den Rändern des Naturparks sowie auf den besonnten Kulturflächen, wie z.B. den Roten Fingerhut. 

Die verschiedenen Pflanzenarten haben meist recht unterschiedliche Ansprüche an ihren Standort. Im Schönbuch reicht das Spektrum von feuchtgebietsliebenden Arten - wie den Wasserpflanzen oder den Pflanzen der Moore - bis zu den Pflanzen, die auf trockene und saure, arme Standorte angewiesen sind. Auf den übrigen Standorten wachsen typische Waldpflanzen.
Auch alle heimischen Baumarten, mit Ausnahme weniger Spezialisten aus dem warmen und warmtrockenen Bereich sind im Naturpark vorzufinden.