Wild und Jagd

Rotwild, war schon von alters her im Waldgebiet des Schönbuchs beheimatet. Heute spielt auch das Schwarzwild wieder eine bedeutende und gleichzeitig kritische Rolle im Schönbuch. Auch das Rehwild profitiert insbesondere von den Kulturflächen nach den großen Stürmen der Jahre 1990 und 1999 und hat sich daher deutlich vermehrt.
Erst moderne Jagdmethoden und eine sinnvolle Entflechtung der Erholungsinteressen der Bevölkerung und der wildbiologischen Erfordernisse für das Rotwild haben letztendlich zu einer befriedigenden Lösung geführt und somit den Bestand des Wappentieres von Baden-Württemberg in seinem angestammten Lebensraum ermöglicht. 

Die gestiegene Rotwildpopulation wurde durch Umzäunung der Kulturflächen und Störungen durch Erholungssuchende auf immer kleinere Flächen zusammengedrängt.

Da es erklärter Wille der Landesforstverwaltung war, das Rotwild im Schönbuch aus landeskulturellen Erwägungen zu erhalten, mussten andere Wege gefunden werden. Wichtige Merkmale der Rotwildbewirtschaftung im Naturpark Schönbuch sind deshalb:

  • Die Errichtung von fünf Wildruhezonen, in denen die Besucher die Wege nicht verlassen dürfen.
  • Der Großteil des notwendigen Abschusses findet an wenigen Drückjagden im Spätherbst/Frühwinter statt.
    So wird der Jagddruck reduziert. Das Rotwild verlässt auch bei Tag seine Waldeinstände und kann sich auf kleinen Lichtungen und Wiesen ernähren.
  • Das Rotwild soll den Besuchern sichtbar gemacht werden. Dazu dienen u.a. große Besucherkanzeln am Dickenberg (Westgatter) und am Kirnrain (Ostgatter).
    Das neue Gutachten der Forstverwaltung für das Rotwildmanagement im Naturpark bescheinigt eine gesunde und stabile Rotwildpopulation im Schönbuch. Trotz der Orkane "Wiebke" 1990 und "Lothar" 1999 entwickelt sich ein naturnaher, gemischter Wald in dem auch die Erholungssuchenden auf ihre Kosten kommen.