Wildschäden

Die Tatsache, dass Rotwild und Schwarzwild dem Laubwald schaden, insbesondere der Verjüngung, wurde schon von den damaligen Forstleuten in mehreren Schriftstücken belegt. Sie hatten erkannt, dass es bei Erhaltung und Pflege einer guten Jagd, nur mit geeigneten Schutzmaßnahmen möglich war, einigermaßen verantwortliche Waldwirtschaft zu betreiben. Sie hatten schon damals Möglichkeiten des Einzelschutzes und der Umzäunung einzelner Bereiche durchgesetzt. 

Schälschäden durch Rotwild

Erst später trat das Problem des schälenden Rotwildes in Fichtenbeständen auf. Sie sollten daher im Stangenholzalter gekratzt werden, um durch eine entsprechende Wundreaktion die Borkenbildung anzuregen, so dass die junge Rinde für das Rotwild nicht mehr interessant war.

Schäden im Feld

Der Schaden im Feld dürfte beträchtlich gewesen sein. 1679 berichtete der Vogt, dass auf der Tübinger Gemarkung allein 242 und auf der Gemarkung Weil 166 Wiesen vollkommen verwüstet seien, wobei der Löwenanteil des Schadens auf das Konto der Sauen ging. Das Rotwild hatte diesbezüglich nur einen geringeren Anteil, wenn auch dieses Wild immer wieder den Wald verließ und der viel besseren Feldäsung nachging.